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  • Arthrose

Meniskus und Knieschmerzen

Meniskus - ein empfindlicher Teil im Knie

Das Kniegelenk ist ein spezielles Gelenk. Es besteht aus zahlreichen Strukturen, die fein aufeinander abgestimmt die beiden Funktionen des Kniegelenks garantieren: Stabilisieren und Bewegen. Ein Gelenk, das stabil und gleichzeitig beweglich sein muss, neigt zu Überlastung und Verletzung. Eine Struktur im Knie, die auf Überlastung empfindlich reagiert, ist der Meniskus (Mehrzahl: Menisken). In jedem Kniegelenk findet man zwei solche halbmondförmigen Knorpelscheiben, die das Gelenk beim Gehen und Stehen stabilisieren. Durch Druck und Verdrehen des Kniegelenks können die Menisken kleine Risse bekommen, die mit der Zeit grösser werden und die Knorpelscheiben zerstören. Die Betroffenen leiden unter seitlichen Knieschmerzen, Bewegungseinschränkung, Knieschwellung sowie dem Gefühl der Instabilität. Nach einer Verletzung des Meniskus besteht die Gefahr, dass sich mit den Jahren daraus eine Kniearthrose entwickelt. In der westlichen Medizin behandelt man Meniskusverletzungen meist chirurgisch. Die Ärztin oder der Arzt repariert oder entfernt während der Gelenkspiegelung Teile des betroffenen Meniskus.

Akupunktur lässt Energie fliessen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bezeichnet man akute Knieschmerzen als Gelenk-Bi-Syndrom. Es gibt mehrere Unterarten wie zum Beispiel das Wind-Bi-Syndrom oder das Feuchtigkeits-Bi-Syndrom. Die TCM-Spezialistin oder der TCM-Spezialist finden das passende Syndrom durch die sorgfältige Befragung der Betroffenen sowie durch die Beurteilung von Puls und Zunge. Die Therapie verfolgt mehrere Ziele: Wind, Kälte und Feuchtigkeit aus dem Körper leiten, die Lebensenergie «Qi» und das Blut bewegen, sowie die Leitbahnen durchgängig machen. Das erreicht man in der TCM hauptsächlich mit Akupunktur. Beim Kniegelenk wird auch die Ohrakupunktur eingesetzt. Wärme in Form der Moxibustion ist geeignet für Probleme, die auf ein Kälte-Bi-Syndrom zurückzuführen sind. Eine TCM-Therapie wirkt bei Meniskusverletzungen in erster Linie vor und nach einer Knieoperation unterstützend.

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